weShare - das E-Carsharing Pionierprojekt

Elektro-
mobilität & Carsharing gehen Hand in Hand

Daniel Hutter, Product Manager Mobilität bei Energie Wasser Bern (ewb), hat mit uns über das Pionierprojekt weShare gesprochen.

Trudi, Pablo, Fritz und Anna sind die vier Elektrofahrzeuge des weShare Projekts von Energie Wasser Bern, die über sharoo geteilt werden. weShare ermöglicht einfache und kostengünstige Elektromobilität. Vier vollelektrische Renault Zoés können zentral im Bahnhof Parking Bern (3. OG) gemietet werden. Dank der Parkkarten für alle blauen Zonen in Bern ist auch problemloses Parkieren garantiert. Die Kombination von Elektromobilität und Carsharing fördert dabei eine sinnvolle individuelle Mobilität.

 

Was hat ewb motiviert, E-Carsharing für die Bevölkerung anzubieten?

Im Rahmen der Energiestrategie 2025 der Stadt Bern hat Energie Wasser Bern den Auftrag erhalten, alternative Antriebssysteme wie auch Massnahmen zur Energieeffizienz zu fördern. Dank des E-Carsharing Projekts „weShare“ hat eine breite Bevölkerungsschicht die Möglichkeit, auf einfache und preisgünstige Weise ein E-Fahrzeug zu fahren – sei dies regelmässig oder auch nur, um mal eines auszuprobieren.

 

Welche Ziele möchte das Projekt weShare erreichen?

Die vollelektrischen Renault Zoes bieten Fahrspass, eine gute Reichweite und sind so komfortabel wie jedes herkömmliche Auto auch. So werden Berührungsängste mit der Elektromobilität wirksam abgebaut.

Die sharoo Plattform und App erlauben günstigen und schnellen Zugriff auf die Fahrzeuge. Durch die Einfachheit des Carsharings erhoffen wir uns längerfristig Fahrzeuge im Privatbesitz ersetzen und schlussendlich den Verkehr in der Stadt Bern reduzieren zu können.

Durch die Sensibilisierung der Bevölkerung kann zudem der Absatz von E-Autos und Ladeinfrastruktur in der Region Bern gefördert werden. Zum Beispiel mag sich eine Familie für ein E-Fahrzeug als Zweitwagen entscheiden, welches sie wiederum mit anderen Familien im Quartier teilt.

 

Bereitschaft zum Teilen nimmt zu

Welches Wissen ist in die Projektgestaltung eingeflossen?

Das weShare Konzept basiert auf den Erkenntnissen verschiedener aktueller Studien zur Mobilität im Speziellen und Verhaltenstrends im Generellen.

Auf globaler und auch nationaler Ebene nimmt die Bereitschaft zum Teilen zu – die „Sharing Economy“ fasst Fuss. Lokal betrachtet, ist die Tatsache, dass in Bern über der Hälfte der Haushalte kein eigenes Fahrzeug besitzen, eine gute Grundlage für das Sharing Projekt.

Diese Informationen haben geholfen, die Projektidee zu konkretisieren: Vier Fahrzeuge sind eine pragmatische Anzahl für den Start eines solchen Angebots. Das gewählte Fahrzeugmodell, der Renault Zoé, ist ein einfach fahrbares und bedienbares E-Auto mit einer vernünftigen Grösse für die Stadt.

Schliesslich ist der Standort entscheidend für den Erfolg des Projektes. Darum liegt er auch sehr zentral: im Bahnhofparking am Berner Hauptbahnhof mit idealer Anbindung an den ÖV. Leute kommen mit dem Zug an und können die „letzte Meile“ in der Agglomeration Bern bequem mit dem Elektroauto zurücklegen.

Einfache & überzeugende Sharing Plattform

Welche Anforderungen an die Sharing Lösung standen im Vordergrund?

Die Sharing Lösung von sharoo bietet eine massgeschneiderte Lösung für ein innovatives Carsharing Projekt wie unseres.

Der Betriebsaufwand lässt sich sehr klein halten. Dank der sharoo Box, die eine schlüssellose Verwaltung ermöglicht, wurde das Projekt in der bestehenden Form überhaupt erst realisierbar. Überdies werden fast alle administrativen Aufgaben automatisch über das sharoo System abgewickelt: Nutzerverwaltung und Verifikation (inklusive Führerscheinprüfung), Reservationssystem, Inkasso, wie auch die Nutzungsübersicht.

Mieter registrieren sich kostenlos, denn fixe Abo-Gebühren gibt es keine. Das Smartphone wird zum Autoschlüssel. So werden die Hürden für die Nutzung der Plattform minimiert.

Schliesslich gehört zu einem innovativen Konzept mit einem innovativen Fahrzeug auch eine innovative Sharing Plattform. Es ist eine einfache und überzeugende Lösung, die sich auch sehr schnell umsetzen lässt. Von der Konzeptphase bis zur Lancierung hat es bei weShare weniger als ein halbes Jahr gedauert.

 

 

Welche Entwicklungspotenziale sieht ewb für die Zukunft?

Wir schauen bis Ende 2016, wie sich das Projekt entwickelt und werden gegebenenfalls weitere Standorte mit Partnern erschliessen. Denn es existieren schon ähnlich gelagerte Projekte in Zürich, im Wallis und auch in Liechtenstein. Das zeigt: Elektromobilität und Carsharing gehen Hand in Hand.

Sympathisch & charmant

Wie kommt das Angebot bei den Nutzern an?

Das Feedback unserer Mieter fällt bisher sehr positiv aus: der Umgang mit den Elektrofahrzeugen fällt leicht, die Autos selber funktionieren einwandfrei. Neben der einfachen Nutzung und Handhabung schätzen die Kunden, dass keine Mitgliedschaftsgebühren anfallen: Kosten entstehen erst, wenn eine Fahrt getätigt wird.

Wenn aus irgendeinem Grund trotzdem mal Fragen oder Probleme auftauchen, klappt die Zusammenarbeit mit sharoo sehr gut. Obwohl nicht 24/7 verfügbar, reagiert der Kundensupport rasch, kompetent und hilfsbereit.

Im Allgemeinen lässt sich festhalten, dass der Publizitätseffekt hoch ist. Die Vision von ewb, alternative Antriebssysteme und Energieeffizienz zu fördern, findet durch das weShare Projekt Beachtung.

Insbesondere die personalisierten Autos stossen auf Interesse: Trudi, Pablo, Fritz und Anna werden als sympathisch und charmant wahrgenommen.

 

Anmerkung: Das Projekt weShare wurde Ende 2016 beendet.