sharoo Escapes – Auf Wanderschuhen in den Frühling

Wenn am Morgen die Vögel zwitschern, der Wecker nicht mehr in absoluter Dunkelheit klingelt und die Nase, anstatt von eisiger Kälte, von duftenden Blüten gekitzelt wird, dann erwachen die Frühlingsgefühle in mir. In der Stadt geht die Umstellung von Winter zu Frühling irgendwie automatisch von statten. Sobald ich jedoch sehnsüchtig Wanderpläne schmieden möchte, tauchen kleinere Hürden auf.

 

So sind beispielsweise die gewünschten Wanderungen aufgrund des Schnees in den Bergen noch nicht möglich, und somit die Wiesen während Wanderpausen nur mässig geeignet zum Sonnentanken. Zudem ist der ÖV noch im Winterfahrplan unterwegs, was das Erreichen der Ausgangspunkte mit Zug und Bus erschwert.

 

Die Antwort auf diese Herausforderungen lautet: Zuerst die Schneegrenze prüfen, anschliessend das Auto aus dem Winterschlaf wecken, mutig die Wanderschuhe schnüren und dann raus aus der Stadt.

 

1/ Für Blumen- und Emmental-Liebhaber: Krokus-Pracht auf der Rämisgummen

 

Den perfekten Start in den bunten Frühling bietet die Wanderung hoch zur Emmentaler Alp Rämisgummen. Dort kann man dank unzähligen weissen und violetten Krokussen ein wunderschönes Naturphänomen erleben.
Einst ein Geheimtipp, ist der Rämisgummen mittlerweile schon ziemlich beliebt, aber nichtsdestotrotz bleibt er ein wunderschönes Erlebnis.

 

 

  • Start/Ende: Es gibt diverse Wege auf den Rämisgummen. Viele nähern sich der Alp mit dem Auto an. Ich empfehle, sich die Krokusse mittels einer Wanderung zu verdienen und mein Favorit ist daher von Trubschachen hochzuwandern.
  • Parkplatz: Trubschachen Bahnhof im Emmental
  • Via: Buhus
  • Wanderzeit: ca. 2h 15min hoch, 1.5h retour
  • Höhendifferenz: ca. 550m hoch und runter
  • Kilometer: 12
  • Benötigtes Schuhwerk: Trekkingschuhe
  • Empfehlungen: Aufgrund der vielen Besucher sollte man sich früh am Morgen oder gegen Abend auf den Weg machen. Am besten ein Picknick unterwegs geniessen und/oder nach der Wanderung mit dem Auto hoch zum Restaurant Blapbach fahren um dort ein feines Dessert inmitten der Emmentaler Hügellandschaft zu geniessen.
  • Highlight: Das Naturschauspiel bestehend aus einer extrem beeindruckenden Anzahl an weissen und violetten Krokussen. Diese sind allerdings nur für kurze Zeit zu bestaunen (meist Mitte April).
  • Lowlight: Viele Ausflügler

2/ Für Sportliche und Entdecker: 1’000er-Stägeli in Olten 

Wandern in der Umgebung von Olten? Ja kann man. Sehr schön sogar – und besonders im Frühling empfehlenswert.

Das 1’000er-Stägeli heisst nicht nur so, es sind tatsächlich einige Treppenstufen zu meistern – mit 1’150 sogar mehr als der Name verraten würde. Doch das Stägeli ist bei diesem Ausflug nur optional, ansonsten geht es sehr gemütlich und überraschend idyllisch vonstatten.

 

 

  • Start/Ende: Olten
  • Parkplatz: Olten Bahnhof
  • Via: Rundweg via Altersheim Ruttigen – Im Höfli – Born – 1’000er-Stägeli – via Grat und der schönen Aussichtsplattform Swiss Prime Tower Bornwald zurück nach Olten
  • Zeit: ca. 3h bis 3.5h
  • Höhendifferenz: ca. 400m hoch und runter
  • Kilometer: 11
  • Benötigtes Schuhwerk: Trekkingschuhe
  • Highlights: Schöne Aussicht auf Aarburg, meine Lieblings-Esel (treue Begleiter auf gelegentlichen Zugfahrten von Olten nach Bern), der Duft von frischem Bärlauch, idyllischer Waldweg hoch zum Born, 1’000er-Stägli und schöne Feuerstellen.
  • Einkehren: Restaurant Im Höfli

3/ Für Panorama-Liebhaber: Grat-Wanderung zum Napf

 

Der Napf stand schon lange auf meiner Wunschliste. Er ist mit seinen 1’406m Höhe der höchstgelegene Aussichtspunkt im Emmental und scheinbar auch unter dem Namen „Rigi des Emmentals“ bekannt.

Zum Gipfel führen weder Strassen noch eine Bahn und mir war nie ganz klar, wie ich ihn am besten und schönsten erwandern kann. Natürlich gäbe es da den kurzen Weg von der Mettlenalp mit ca. 1h Wanderzeit. Doch nach dem Winter habe ich Lust auf mehr und empfehle deshalb folgende Besteigung:

 

 

  • Start/Ende: Parkieren in der Nähe der Goldbachbrügg
  • Via: Untere Lusihütte, Obere Lusihütte und Hochänzialp
  • Zeit: ca. 5.5h total
  • Höhendifferenz: ca. 800m hoch und runter
  • Kilometer: 18 
  • Benötigtes Schuhwerk: Wanderschuhe
  • Highlights: Super Panorama ins Emmental, Entlebuch und die Berner Alpen. So vergeht die Wanderzeit wie im Fluge und schon ist der verdiente Suure Most im Berghaus Tatsache. Die Wiese vor dem Restaurant lädt zudem zum Verweilen und Sonnentanken ein. Und auch wenn die Nebelschwaden beim Hochwandern einem noch leicht in den Herbst zurückversetzen, der leichte Sonnenbrand im Gesicht erinnert einen an den prächtigen Frühlingstag.
  • Einkehren: Restaurant auf dem Napf

4/ Für Tierbeobachter  und Seen-Liebhaber: Spaziergang oberhalb des Thunersees

 

Entlang und oberhalb des wunderschönen Thunersees könnte ich stundenlang wandern. Wenn zudem überall die ersten Blümchen spriessen, Steinböcke plötzlich neben dem Weg auftauchen und ich die Füsse am Ende im erfrischenden See baden kann, dann ist so ein Frühlingstag doch eigentlich perfekt.

 

 

  • Start/Ende: Parkplatz bei Beatenbucht. Retour von Gunten mit dem regelmässig fahrenden Buslinie 21 (ca. 10min)
  • Via: Beatenberg – Justistal – Sigriswil – Gunten
  • Zeit: ca. 3h
  • Höhendifferenz: ca. 600m abwärts
  • Kilometer: 10.6
  • Benötigtes Schuhwerk: Halbschuhe
  • Highlights: Die sechs Steinböcke waren ganz klar das Highlight des Spaziergangs. Doch auch ohne diesen Glücksmoment bietet der Weg viele Highlights: die Aussicht auf den Thunersee, die Querung eines unbeleuchteten Tunnels, das romantische Justistal, die schnusigen Lamas vor Sigriswil und auf die Mutigen würde auch noch die Hängebrücke bei Sigriswil warten (CHF 8.–).
  • Einkehren: in Sigriswil beispielsweise im Hotel Bären

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Verfasst von Sabrina | 31. März 2017 |  


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