sharoo Escapes – Winterausflüge abseits der Skipiste

 

Ich gehöre in der Schweiz scheinbar einer Minderheit an, welche fast nie Skifahren geht. Dies ist einerseits der Tatsache geschuldet, dass ich das bergab Fahren auf zwei Brettern einfach nicht richtig beherrsche. Andererseits reizt mich der Trubel rund ums Skifahren nicht: Anreisen in unbequemen Skischuhen, ständiges Anstehen und mir ominös erscheinende Après-Ski Partys.

 

Auf die Frage: „Was, du als Sportfreak gehst nicht Skifahren?“ muss somit eine gute Antwort her. Und die lautet: „Nein, aber ich liebe den Winter trotzdem und zwar wandernd auf Schneeschuhen, sitzend auf Davoser-Schlitten, wackelig auf Schlittschuhen, gemütlich zu Fuss auf Winterwanderungen oder mehr oder weniger sportlich auf Langlaufskis.“ Deshalb teile ich meine Favoriten abseits der Skipiste gerne mit Gleichgesinnten.

 

 

1/ Hoch zur Marbachegg – Winterwanderung im Entlebuch durch glitzernde Schneelandschaften

Immer und immer wieder zieht es mich ins Entlebuch. Die wunderschöne Hügellandschaft strahlt besonders im Winter einen besonderen Reiz aus. Einer dieser Hügel ist die Marbachegg im Luzernischen Entlebuch. Auf dem Winterwanderweg hochlaufen und oben das eindrückliche Panorama bei einer heissen Ovi und einem Nussgipfel geniessen: Was will man mehr an einem Sonntag?

 

 

  • Von wo bis wo: Auf dem Winterwanderweg vom Marchbach Post langsam stetig hoch zur Marbachegg via Nesslenboden und Wittenfären. Die letzten ca. 100 Meter müssen am Rand der Skipiste zurückgelegt werden. Zurück empfehle ich gemütlich die Gondelbahn.
  • Wanderzeit: Ca. 2 h
  • Ausrüstung: Gute Schuhe mit Profil und wenn möglich Wanderstöcke
  • Highlights: Aussicht auf die Emmentaler Hügellandschaft, die Schrattenfluh und die Berner Alpen
  • Einkehren: Restaurant im Berggasthaus Marbachegg
  • Parkieren: Auf dem Gratisparkplatz bei der Talstation Marbach (siehe Google Maps)

 

2/ Sonnenaufgang auf dem Chasseral – Mit den Schneeschuhen auf die höchste Erhebung im Berner Jura

Früh aufstehen an einem freien Tag ist nicht jedermanns Sache. Einen Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Chasserals erleben ist jedoch das frühe Wecker-Klingeln mehr als wert! Umso mehr, wenn man sich durch den herrlich knirschenden Schnee auf Schneeschuhen hochgekämpft hat und sich leicht erschöpft an den ersten Sonnenstrahlen aufwärmen kann.

 

 

  • Von wo bis wo: Vom Parkplatz des kleinen Skigebiets Nods im Berner Jura geht es am Rande der Skipiste hoch bis zum Wanderweg. Ab dann Richtung Sendemast halten und den Sonnenaufgang unterhalb des Hotels Chasseral geniessen. Zurück auf dem gleichen Weg.
  • Wanderzeit: Total ca. 3 h retour (hoch ca. 2 h)
  • Höhenmeter: Ca. 700 Höhenmeter
  • Ausrüstung: Schneeschuhe (können hier gemietet werden, falls man keine eigenen hat: teleskinods.ch). Und unbedingt warme Ausrüstung für den Heimweg mitnehmen. Bergauf kommt man genug ins Schwitzen, keine Angst …
  • Highlights: Die eindrücklichen Lichtverhältnisse beim Sonnenaufgang und das herrliche Panorama auf dem 1607 m hohen Chasseral-Gipfel
  • Einkehren: Hotel Chasseral
  • Parkieren: Auf dem Parkplatz beim Skilift Nods (siehe Google Maps)

 

3/ Schlittelspass in Sörenberg – Wenn Erwachsene wieder zu Kinder werden

Schlitteln ist nur etwas für Kinder? Mitnichten! Schlitteln hat es so richtig in sich (blaue Flecken und Muskelkater fast garantiert) und ich habe als Erwachsene fast noch mehr Spass daran als früher, als ich noch ein Kind war. Sich jauchzend die Schlittelwege hinunterstürzen, sich zwischendurch zu einem Schnee-Engel mutieren und die Mitschlittler zu kleineren Rennen anspornen. So lässt sich der stressige Alltag perfekt vergessen. Meine diesjährige Lieblingsschlittelpiste befindet sich im Entlebuch, genauer in Sörenberg.

 

 

  • Schlittelrouten: Mit der Gondel hoch zur Rossweid. Von hier wählt man entweder die eher gemütliche Piste zurück zur Gondelbahn (3 km) oder via dem Restaurant Schwand rasant hinunter nach Sörenberg Platz (4.5 km). Und natürlich nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder …
  • Ausrüstung: Schlitten mitbringen oder in einem der diversen Sportgeschäfte in Sörenberg einfach und bequem mieten (bspw. Felder Sport direkt bei der Gondelbahn; auch am Wochenende). Unbedingt gute Schuhe anziehen und ein Helm kann auch nie schaden.
  • Highlight: Hier werden auch Erwachsene zu Kinder, das sagt eigentlich schon alles!
  • Einkehren: Alphotel Schwand
  • Parkieren: Am einfachsten auf dem gratis Parkplatz bei Sörenberg Platz (siehe Google Maps). Anschliessend kurzer Spaziergang zur Talstation Rossweid

 

4/ Auf den Schlittschuhen auf gefrorenen Seen – Oeschinensee im Berner Oberland und Lac des Taillères im Jura

Dieses Jahr sind gleich mehrere Seen komplett zugefroren. Diese Chance wollte ich packen und habe mich für einmal freiwillig auf dem Oeschinensee und den Lac des Taillères aufs Glatteis begeben. Und auch wenn ich alles andere als eine Eisprinzessin bin, das Umherkurven auf mit Schwarzeis gefrorenen Seen lässt mich definitiv nicht kalt.

 

 

  • Ausrüstung: Am besten eigene Schlittschuhe mitnehmen. Die Qualität der Mietausrüstung lässt oft sehr zu wünschen übrig und mit schlecht geschnürten Schlittschuhe ist der Spass jeweils sehr gering, respektive die Wadenkrämpfe vorprogrammiert.
  • Highlight: Mitten auf einem See stehen, von Eis umgeben und den geheimnissvollen Eis-Klängen ausgesetzt: Gänsehaut pur
  • Einkehren: Am besten ein Picknick einpacken, sich gemütlich am Seeufer stärken und dabei dem Treiben auf dem See zuschauen. Stände mit warmen Getränken sind bei gefrorenen Seen aber eigentlich immer vorhanden.
  • Parkieren: Beim Oeschinensee auf dem grossen Parkplatz bei der Talstation der Gondelbahn (kostet 5 Franken pro Tag).
    Beim Lac des Taillères kann man gratis direkt am See parkieren (siehe Google Maps).
  • Hinweis: Die beiden erwähnten Seen haben aufgrund des Schneefalls keine befahrbaren Eisflächen mehr. Deshalb: immer die Augen offen halten und wenn irgendwo in der Schweiz wieder ein See gefriert sofort ab aufs unberührte Eis!

 

5/ Escholzmatt im Entlebuch – Langlauf-Glück über dem Nebel

Auf dem Weg zum Sörenberger Schlittelspass hatte ich zufällig die wunderbar präparierte Langlauf-Loipe in Escholzmatt entdeckt. Dies war der Anlass, mir nach vielen Jahren sporadischem Langlaufen endlich eigene Langlaufskis zuzulegen. Mit diesen Skis wagte ich somit den Gang auf die Loipe und die Vorfreude hat sich aufgrund des wunderschönen Loipen-Netzes bestätigt.

 

 

  • Loipen: Ca. 50 m vom Bahnhof Escholzmatt entfernt startet man in das 55 km umfassende Loipen-Netz (Klassisch und Skating). Anschliessend können mehrere Richtungen eingeschlagen werden. Beispielsweise nach Wiggen (5 km) oder den Rundkurs Escholzmatt-Ebnet (5 km).
  • Ausrüstung: Langlauf-Ausrüstung am besten selber mitbringen (könnte auch in Marbach gemietet werden; Umziehen gemäss Angaben im der Tennis-Halle möglich). Als Neuling gebe ich gerne folgenden Tipp weiter: Die Folie bei den neu gekauften Skis entfernen, sonst läuft der Ski definitiv nicht sehr gut – dies hatte ich leider erst nach einer Stunde bemerkt …
  • Highlight: Glitzernde Langlauf-Loipe umgeben vom meiner geliebten Entlebucher Hügellandschaft bei herrlichem Sonnenschein (überall rundherum herrschte trübes Hochnebel-Wetter)
  • Einkehren: Beispielsweise in der Bäckerei Limacher in der Dorfmitte von Escholzmatt
  • Parkieren: Auf dem kostenpflichtigen Parkplatz beim Bahnhof Escholzmatt (siehe Google Maps)

 

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Verfasst von Sabrina | 8. Februar 2017 |  


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