Foto Tipps für Vermieter #2: Spiegelreflex Kamera leicht gemacht

 

Im ersten Teil der sharoo Foto Tipps Serie hat uns Fotograf Christian Egelmair gezeigt, wie man mit dem Smartphone tolle Autobilder macht. Aber es geht natürlich noch besser und zwar mit der passenden Fotoausrüstung. Hier folgen daher einige Tipps für die glücklichen Besitzer einer Spiegelreflexkamera.

 

Spätestens nach den tollen Smartphone Fotos die du für uns geknipst hast, drängt sich die Frage auf: Wenn man mit dem Smartphone so tolle Bilder hinkriegt, wieso braucht es dann überhaupt noch eine teure Kamera?

 

Fotografieren mit professionellem Equipment und manuellen Einstelllungen führt automatisch zu besseren Bildern. Und das ganz einfach aus dem Grund, dass der einzelne Bildpixel bei einer Spiegelreflexkamera viel grösser ist, als jene einer Smartphone Kamera. Dadurch gewinnen die Bilder an Qualität, Schärfe und Ausdruckskraft.

Das sieht man sehr schön, wenn man Bilder vergrössert und die „kritischen“ Bereiche betrachtet. Die Spiegelreflexkamera holt selbst aus dunklen Bereichen ein Maximum an Informationen heraus, so dass zum Beispiel auch nach starkem Vergrössern die Struktur und Farbnuancen eines Pneus, das Logo und der Schriftzug auf einer Radkappe oder einzelne Steinchen auf der Strasse zu erkennen sind.“

 

Das hat uns überzeugt. Für alle die daher noch etwas mehr aus ihrem Auto rausholen wollen, haben wir zusammen mit Christian 5 praktische Tipps zusammengestellt:

 

 

1/ Stativ

Auch beim Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera sind eine ruhige Hand oder noch besser ein Stativ das A und O für scharfe Bilder.

 

Wenn immer möglich, sollte daher ein Stativ verwendet werden. Wenn du kein eigenes hast, lohnt es sich definitiv auch einmal im Bekanntenkreis rumzufragen oder eins über Sharing Plattformen wie sharely oder pumpipumpe auszuleihen.

 

Ist definitiv kein Stativ aufzutreiben, kannst du auch für die Spiegelreflexkamera ein improvisiertes Stativ aus Tasche, Rucksack, Abfalleimer etc. zaubern.

 

2/ Fokus

Den Fokus im Bild richtig zu setzen verleiht dem Bild viel Ausdruckskraft. Bei Autos verhält es sich da ähnlich wie bei Menschen: Was beim Mensch die Augen sind, sind beim Auto die Scheinwerfer.

 

Fotografierst du ein Auto also als Ganzes aus einer Totale, empfiehlt es sich auf die Scheinwerfer zu fokussieren.

 

Willst du hingegen spezifische Details deines Auto hervorheben, dann ist das Spielen mit der Tiefenschärfe ein gutes Stilelement. Setze den Fokus auf das entsprechende Detail, z.B. das Steuerrad, während du den Hintergrund leicht verschwimmen lässt. Das gelingt dir durch manuelle Einstellung der Blende: kleine Blendenzahl = kleine Tiefenschärfe = kleiner Bereich, der scharf abgebildet wird.

 

3/ Hintergrund

Das Auto ist natürlich der Star auf Autofotos. Aber auch der Hintergrund sollte weise gewählt werden. Je nachdem, welche Stimmung ausgedrückt respektive welche Vorteile des Autos betont werden sollen, passt ein urbanes Parkhaus, eine kurvige Passstrasse oder eine blühende Frühlingswiese besser. Das bleibt letztendlich Geschmacksache.

 

Wichtig ist jedoch, immer darauf zu achten, dass der Bildhintergrund nicht zu stark strukturiert ist. Auffällige, wirre Muster im Hintergrund schaffen Unruhe, ermüden das Auge und lenken so vom Auto ab. Einzige Ausnahme: Strukturierte Hintergründe können toll wirken, wenn du sie gekonnt mit Hilfe der Unschärfe (sprich mit kleiner Blende) verschwommen und dadurch sanft werden lässt.

 

4/ Belichtung

Bei einer guten Kamera sollte man sich die Möglichkeiten der manuellen Belichtung immer zum Vorteil machen. Durch manuelle Einstellung der Belichtungszeit können selbst in einer sehr dunklen Umgebung helle Fotos gemacht oder gar die Sterne am pechschwarzen Himmel eingefangen werden.

 

Dies erreichst du durch erhöhen der Belichtungszeit. Je länger die Belichtungszeit jedoch wird, desto wichtiger ist wiederum das Stativ. Da die Linse bei langen Belichtungszeiten lang offen ist, ist es enorm wichtig, dass die Kamera während der gesamten Belichtungszeit still bleibt und nicht bewegt wird. So kannst du zum Beispiel ein schwarzes Auto, kurz vor oder nach Sonnenuntergang, trotz wenig Licht fotografieren.

 

5/ Zoom & Objektiv

Während der Zoom bei der Smartphone Kamera rein digitaler Natur ist, hat man bei einer Spiegelreflexkamera die Möglichkeit mit dem Zoom zu experimentieren, ohne dass die Bildqualität darunter leidet.

 

Durch die Wahl einer entsprechenden Brennweite kannst du auch mit den Distanzen im Bild spielen. Bei einem Objektiv mit 200mm Brennweite scheint es dann beispielsweise so, als wäre der Hintergrund näher am Auto, als bei einer Brennweite von 14mm.

 

Bei dunklen Autos in dunkler Umgebung solltest du darauf achten, dass sich das Auto vom Hintergrund abhebt und daher eher kleine Brennweiten wählen. Generell ist es immer wichtig, dass sich das Auto vom Hintergrund abhebt. Das erreichst du, indem du einen Hintergrund suchst, der sich bereits farblich vom Auto abhebt: dunkle Autos vor hellen Hintergrundfarben und helle Autos vor dunklen Hintergrundfarben.

Die Stars unseres Shootings findest du auch auf sharoo.com: Hier geht’s zu Hülya’s BMW X1 und Wolfgang’s Fiat Punto.

 

 

To be continued…

Und wir sind immer noch nicht am Ende… Im dritten und letzten Foto Blog Beitrag wird Christian die wichtigsten Tipps & Tricks der Fotobearbeitung mit uns teilen.

 

Verfasst von Danila | 20. Juli 2016 |  


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