Hungrig in Bern – Ein kulinarischer Reisebericht

 

 

Wanderlust, Fernweh, Reisefieber: Uns treibt es immer wieder in andere Städte, auf andere Kontinente und zu fernen Kulturen. Wen in Bern diese Tage Aufbruchsstimmung überkommt, kann die Zeit bis zum nächsten Trip im Pop-up Restaurant Brother Frank und im Kitchener Voyage überbrücken.

 

Von Anfang an ist klar: Da sind Menschen mit Liebe zum Detail am Werk. Es geht nicht nur um gutes Essen, sondern dazu eine ebenso gute Atmosphäre und Stimmung zu schaffen. Gleich beim Betreten von Brother Frank springen mir die unzähligen Details und Schmuckstücke ins Auge: Die Schaufenster sind voll mit neuen und alten Globen, die Decke behangen mit duzenden von Schirmen und hinter der Bar thront das Bild eines sympathischen Vietnamesen, der in die Kamera grinst.

 

Das ist Frank. Als Guide führte er Markus Arnold und Tom Weingart durch Vietnam. Und was bekommt er als Dankeschön? Ein Restaurant nach sich benannt – nicht schlecht! Brother Frank ist also so etwas wie ein ganz persönlicher, kultureller und kulinarischer Reisebericht.

 

 

Von 10 Uhr bis 18 Uhr ist das Restaurant eine gemütliche Lounge, in der man leckeren Bananen Cake essen, hausgemachten Zitronengrass-Eistee geniessen oder mit einem vietnamesischen Bier den Feierabend einklingen lassen kann.

 

Über die Mittagszeit (11.30 Uhr bis 13.30 Uhr) gibt es als Lunch ausserdem Bánh mìs, die typisch vietnamesischen Baguettes.

 

Ab 18 Uhr kann man je nach Hunger zwischen drei Menüs (2, 3 oder vier Gänge) auswählen, wobei es zu allem auch eine vegetarische Alternative gibt. Persönliche Hightlights waren für mich die Nudelsuppe und die Fresh Rolls. Für Letztere muss man sich die Finger allerdings ein wenig schmutzig machen: Man darf die Fresh Rolls nämlich selber mit Gemüse oder Schweinefleisch, Limetten, Guacamole und weiteren leckeren Zutaten füllen. Abrunden kann man den kulinarischen Trip mit einem Kokossorbet mit Passionsfrucht oder einem Hanoi Tini, ein Cocktail aus Reisschnaps, Wermut, Gin und Peychaud’s Bitter.

 

 

Wer nach diesem Essen nicht sofort eine Asien-Reise plant, ist selber schuld. Alles Nötige dafür – und für sonst überall auch – gibt’s gleich nebenan. Ein Durchgang im hinteren Teil des Restaurants führt in den Kitchener Voyage.

 

Man findet hier alles, was das (stylische) Reiseherz begehrt: Ob Rucksäcke, Reiseführer, hölzerne Zahnbürsten, handgefertigte Vasen aus Japan oder ein Cocktail Kit für den schnellen Drink unterwegs – die Produkte bei Kitchener Voyage sind praktisch und besitzen viel Charme. Das Saigon Bier, das im Brother Frank serviert wird, kann man hier auch kistenweise kaufen.

 

Der Besuch bei Kitchener Voyage ist dabei fast schon eine Reise. So zieren die Aufnahmen von Silvio Brügger von Blackyard die Wände. Mit den Bildern, die er während seiner Reise durch Lappland gemacht hat, entführt er dich in atemberaubende Landschaften und raue Natur.

 

 

So grossartig wie das Pop-up Restaurant Brother Frank und der Laden Kitchener Voyage sind, schon viel zu bald ist der ganze Spass vorbei: Bereits am 23. April schliessen beide Lokalitäten ihre Türen. Die am Abend verfügbaren Tische bei Brother Frank sind bis am 23. April ausgebucht.

 

Doch kein Grund zum Verzagen, denn immer wieder fallen Reservierungen weg, was dann auf der Facebook-Seite von Brother Frank verkündet wird. Mit ein bisschen Glück & Spontanität kannst du also noch in den Genuss dieser einzigartigen kulinarischen Reise kommen.

 

 

| Brother Frank & Kitchener Voyage | Bollwerk 17/19 | 3011 Bern | Parkmöglichkeit im Bahnhof Parking |

 

 

Verfasst von Birke | 10. März 2016 |  


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