Markt in Bern – Die besten 5 auf dem Bärner Märit

 

Offiziell nennt er sich Berner Wochenmarkt. In Bern sagen wir jedoch nur „Märit“ zu ihm: Er findet jeden Dienstag und Samstag zwischen 7.00 und 12.30 Uhr statt. Besonders beliebt ist der Berner Märit natürlich samstags. Da hat man wunderbar Zeit zum Flanieren und ausserdem kann ganz bequem nebenher noch der Wochenendeinkauf erledigt werden. Dementsprechend voll wird es jeden Samstag auf dem Märit. An dieser Stelle also schon unser erster Tipp: Früh hingehen. Zwischen 8 und 9 Uhr ist es noch wunderbar ruhig und gemütlich. Ab 9.30 Uhr kommen die Berner (und alle anderen Schau- und Kauflustigen) in Scharen. Dies natürlich vor allem im Sommer, wenn die Temperaturen einladend sind.

 

Viele der angebotenen Lebensmittel, Blumen und Waren werden im Umland der Stadt Bern produziert und gelangen so auf kurzen Transportwegen frisch auf den Märit. Vereinzelt findest du aber auch kulinarische Vielfalt aus anderen Kulturkreisen.

 

Wie man hinkommt

Am besten steigst du am Hauptbahnhof aus, wenn du dem Berner Märit von oben her entlang laufen willst und mit dem ÖV kommst. Das heisst, dass du bei den Ständen in der Bundesgasse beginnst. Oder aber du fährst mit dem Tram/Bus bis zur Haltestelle „Zytglogge“ und besuchst den Märit von dort aus.

 

Bist du mit dem Auto unterwegs, empfehle ich dir die Fahrt ins Metro Parking oder ins Casino Parking. Je nachdem von welcher Richtung aus du Bern anfährst, eignet sich eher das eine oder das andere.

 

Selber spaziere ich samstags am Liebsten von unserer Wohnung im Breitsch über die Kornhausbrücke in die Stadt und beginne auf dem Märit ganz unten, also in der Münstergasse.

 

Neben der erwähnten Bundes- und Münstergasse findest du Marktstände vor allem auf dem Bundesplatz, jedoch auch auf dem Bärenplatz sowie in der Gurten- und Schauplatzgasse.

 

 

Der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier. Auch bei mir hat sich beim Märit-Besuch eine gewisse Routine eingeschlichen. Positiv formuliert könnte man jedoch auch sagen, dass es ich dabei um die „5-Must-Visit-Stände“ des Bärner Märits handelt. Oder auf Berndeutsch: „Die muesch gse ha!“.

 

1/ Bio Baummann
Ein riesiger Stand ist er, der Bio Baumann auf dem Bundesplatz. Und man steht immer an – auch vor den Stosszeiten. Ein gutes Zeichen! Besonders die Auswahl an Gemüsesorten ist einfach beindruckend. Neben den üblichen Verdächtigen findet man hier je nach Saison unterschiedliche Spezialitäten. Ausserdem gibt’s hier auch Gemüse unter Pro Specie Rara, welches ganz alte Gemüsesorten labelt. Bei Bio Baumann kaufe ich Bio Gemüse für den Brei meiner kleinen Tochter und – Achtung Highlight! – den Schnittsalat „Hausmischung“, welcher unschlagbar frisch und gut ist.

 

2/ Jumi
Jumi ist mit zwei Ständen am Märit in der Münstergasse vertreten. Besonders bekannt ist er ja für seinen Käse und das Trockenfleisch. Meinen Jumi-Tipp findest du aber gleich gegenüber am Stand, wo er Frischfleisch und zwar ausschliesslich Rind verkauft. Hol dir den Jumi-Spiess und ich verspreche dir, dass du noch selten etwas so Gutes auf dem Grill hattest. Der Preis lohnt sich, versprochen! Für etwas Preisbewusstere gibt es dort übrigens auch das Jumi-Tätschli zu kaufen, welches auch empfehlenswert ist.

 

 

3/ Backbord
Auch in der Müstergasse findest du die Bäckerei Backbord. Eigentlich ist hier alles fein. Besonders gut ist das Urdinkel Brot, welches lange frisch bleibt. Und dann eben die Neuenburgerli. Süss und fein sind sie! Und immer besonders schnell ausverkauft. Hierfür musst du dich also früh am Märit einfinden und findest dafür das perfekte Samstagszmorge.

 

4/ Ängelibeck
Nicht nur aber auch am Märit findet man den Ängelibeck. Hol dir den Klassiker, das Ängelibrot, am Stand auf dem Bundesplatz.

 

5/ Siragusa
Produkte aus der Region sind super, ganz auf etwas Exotischeres verzichten kann ich trotzdem nicht. Dafür suchst du am besten den Siragusa Stand am unteren Ende der Münstergasse auf. Hier gibt’s z. B. sehr leckere Tomaten und italienisches Flair mit dazu.

 

Verfasst von Bärner Meitschi - Sandra | 28. April 2016 |  


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