Der wohl schönste Grund, ein Auto zu mieten.

Gut, in Äthiopien gibt es auch Berge. Der Höchste misst sogar über 4000 Meter.

 

Ob die 5-jährige Zahai und ihr Vater Dereje dort jemals raufgeklettert sind, wissen wir nicht. Seit 3 Jahren lebt die Flüchtlingsfamilie nun in Bern und war noch kaum an den wirklich schönen Orten der Schweiz. Vor allem nicht in den wundervollen Bergen. sharoo User Christian aus Bern konnte das so nicht hinnehmen… 

 

 

Name: Christian Achter
Alter: 43
Wohnort:  Bern
Beruf(ung): Informatiker (aber eigentlich Schreiber)
Schuhgröße: Von 40 bis 42 ist alles dabei
Lieblings-Reiseland:
Türkei

 

 

Hoi Christian, wie hast du deine äthiopischen Freunde kennengelernt?

Über die Plattform benevol.ch. Dort wird Freiwilligenarbeit vermittelt und ich wollte gerne Asylsuchende betreuen.

 

Der Vater der Familie hatte es sich mit seiner Regierung verscherzt und ist vor mehr als drei Jahren über Saudi-Arabien in die Schweiz geflüchtet. Zum Glück konnten seine Frau und seine Tochter ihn begleiten.

 

 

Wie geht es der Familie heute?

Sie haben eine von der Flüchtlingshilfe bezahlte Wohnung, schlafen dort aber alle im selben Zimmer. Es ist beengt und das Geld reicht nur fürs Nötigste. So sind Ausflüge, die vor allem für die Tochter wichtig wären, leider nicht drin.

 

Aus diesem Grund war die Familie nach 3 Jahren auch noch kaum an den wirklich schönen Orten der Schweiz. Im April beschlossen wir deshalb, dass wir das ändern würden. Wir mussten nur noch auf das richtige Wetter und die richtige Tour warten.

 

 

Jetzt sind wir aber gespannt, wohin die Reise ging…

Aus dem Blog (Travelline) einer Arbeitskollegin habe ich mir eine einfache Wanderung rausgesucht, die man auch mit einer 5jährigen und ohne gute Wanderausrüstung machen kann. So landeten wir am Bannalpsee: Es hat dort kaum Höhenmeter, aber trotzdem ein fantastisches Alpenszenario und auch einen schönen Bergsee mit malerisch grüner Farbe.

 

Da ich wusste, dass die Anreise von Bern aus zur Bannalp mit dem ÖV sehr beschwerlich ist bzw. lange braucht, habe ich mich entschieden ein sharoo-Auto anzumieten.

 

 

Welches Auto habt ihr ausgewählt?

Einen Honda Civic aus Bern, nahe Monbijou. Ein riesiges Familienauto mit ordentlich Power und einem sehr netten Besitzer, der auch mal per SMS hilft, wenn man Probleme hat.

 

Der Wagen ist toll: Gross, mit viel Platz im Innern, leistungsstark und parkiert nur wenige Strassen von meinem Zuhause entfernt. Er fühlt sich stabil und sicher an und ist sauber.

 

 

Wie hat es euch dort oben gefallen?

Es war zum Heulen schön. Ich kannte die Gegend ja schon. Aber meinen äthiopischen Freunden hat es wunderbar gefallen und es war eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie sogar im Bannalpsee baden gingen, und für einmal ganz unbeschwert waren!

 

Der Anblick der Wiesen, Berge und Seen hat sie sehr beeindruckt. Ich glaube, es war für sie ein einzigartiges Erlebnis und sie hatten sich die Schönheit der Berge bis dahin gar nicht vorstellen können.

 

 

Du hast das letzte Wort…

Jeder hat doch sicher Zeit, ein oder zwei Stunden in der Woche mit einem Flüchtling zu reden, dessen Deutsch etwas zu verbessern oder ihm einfach das Gefühl zu geben, dass mal jemand zuhört. Das Schöne ist – man lernt selber auch soviel dabei. Ohne nach Äthiopien zu fahren, weiss ich jetzt sehr viel über das Land und dessen Kultur. Wie bereichernd das ist – herrlich!

 

Verfasst von Samiha | 5. Februar 2016 |  


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